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Erlangen/Kronach
. Mit einem öffentlichen Vortrag und dem abschließenden nichtöffentlichen
Rigorosum vor einem Professorenkollegium beendete Ralf Völkl an der
Universität Erlangen-Nürnberg seine Promotion, die mit der Bestnote
"Sehr gut mit Auszeichnung" (summa cum laude) bewertet wurde. In
seiner Doktorarbeit beschreibt Ralf Völkl die Entwicklung eines Systems zur
stochastischen Simulation für die Werkzeuglebensdaueroptimierung und Präzisionsfertigung
in der Kaltmassivumformung.
Zu
diesem großen Erfolg gab es bei der anschließenden Feier am Lehrstuhl für
Fertigungstechnologie (LFT) zahlreiche Glückwünsche. Doktorvater und
Lehrstuhlinhaber Prof.
Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. mult. Dr.
h.c. mult. Manfred Geiger hob besonders hervor, dass Ralf Völkl es
geschafft habe, trotz der zeitlichen Inanspruchnahme durch zahlreiche
ehrenamtlichen und politische Tätigkeiten sowie seine Arbeit am Lehrstuhl
eine herausragende Dissertation zu verfassen. Als Oberingenieur für die
Forschungsgruppe Massivumformung habe er zahlreiche Forschungsprojekte
initiiert und betreut sowie auch die Kooperation des Lehrstuhls mit der
Industrie entscheidend vorangebracht, wie die beiden Synchronringe der Firma
Diehl auf dem Doktorhut zeigten, die nach einem gemeinsam entwickelten,
neuen Fertigungsverfahren hergestellt seien. Weiterhin gratulierten neben
den Kollegen, Ehefrau Ingrid und den Eltern auch Bürgermeister Manfred
Raum, der an der Promotion teilnahm.
Ralf
Völkl bedankte sich in einer kurzen Ansprache für das Vertrauen und die
Eigenverantwortung, die ihm am Lehrstuhl von Prof. Geiger entgegengebracht würden
sowie für die wissenschaftliche Begleitung der Arbeit bei Prof. Dr.-Ing.
Ulf Engel, dem wissenschaftlichen Leiter des Fachbereicht am LFT, bei Prof.
Dr.-Ing. A. Erman Tekkaya, einem international bekannten Wissenschaftler im
Bereich der Umformtechnik, der die Arbeit mit Begutachtete sowie bei Prof.
Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dr.h.c. mult. A. Weckenmann für die Übernahme des
Vorsitzes des Prüfungskollegiums.
Lehrstuhlinhaber
Prof. Manfred Geiger ist einer der renommierten Professoren des
Maschinenbaues in Deutschland, der kürzlich von Bundespräsident Horst Köhler
mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet wurde. So vertrat er
von 1996 bis 2002 die Ingenieurwissenschaften im Senat der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG), die als zentrale Selbstverwaltungseinrichtung
der Wissenschaftsförderung in Deutschland jährlich rund 1,4 Milliarden
Euro Forschungsgelder verteilt. 2003 wurde er als erster Professor der
Universität Erlangen in den Wissenschaftsrat der Bundesrepublik, dem höchsten
wissenschaftlichen Gremium, das die Bundesregierung und die Bundesländer
berät, berufen.
In
seiner Doktorarbeit beschäftigt sich Ralf Völkl mit der Abbildung des
Einflusses von Prozessgrößenschwankungen im Computer. Starke Streuungen
von Lebensdauern von Bauteilen, wie sie jeder zum Beispiel aus dem
Automobilbereich kennt, lassen sich so analysieren und optimieren, um die
Zuverlässigkeit technischer Systeme und die Wirtschaftlichkeit und die
Qualität von Produktionsprozessen zu steigern. Derzeitige Schwerpunkte in
der Forschungsgruppe, die Ralf Völkl leitet, sind die Weiterentwicklung der
Werkzeugtechnologie für die Kaltmassivumformung durch den Einsatz von
technischer Keramik, Beschichtungen sowie speziellen Oberflächenbehandlungen
und –Strukturen sowie die computerunterstützte Steigerung der
Fertigungsgenauigkeit. In zahlreichen Industrieprojekten ist die
Arbeitsgruppe vor allen mit der Entwicklung neuer Produktionsprozesse zum
Beispiel für Synchronringe (Firma Diehl), Komponenten für Sitzsysteme
(Brose), Hülsen (RUAG) sowie der Werkzeugauslegung (z.B. Daimler, INA)
beschäftigt.
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